Über Waldbaden

Die heilenden Kräfte der Natur

 

Wer gelernt hat, Bäumen zuzuhören, begehrt nicht mehr ein Baum zu sein. Er begehrt nichts zu sein, als was er ist. Das ist Heimat. Das ist Glück.

Hermann Hesse

Waldbaden kommt aus Japan. Dort ist „Shinrin Yoku“ fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge und von der Medizin und Wissenschaft u.a. als Methode zur Erholung und zum Stressabbau anerkannt. Es geht um ein bewusstes Eintauchen in die heilsame Atmosphäre des Waldes – ein Bad in der Natur.

In zahlreichen internationalen Studien ist nachgewiesen, dass die in der Waldluft enthaltenen Duftstoffe (Terpene) und ätherischen Substanzen, einen messbaren positiven Einfluss auf unsere Körperfunktionen und damit auch auf unseren Geist haben. Seit 2017 hat die Ludwig Maximilian Universität in München einen Lehrstuhl zum Thema. Auch einige psychosomatische Kliniken bieten speziell gestaltete Erlebnisse im Wald als begleitende Therapie zur Behandlung verschiedener Krankheiten an.  Zum Beispiel:

  • Herz-Kreislauferkrankungen/ Bluthochdruck
  • Schlafstörungen
  • Angst und Depression
  • ADHS
  • Burnout und chronische Stressbelastung
  • Atemwegserkrankungen
  • Suchterkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Krebs (natürliche Killerzellen werden erhöht, Anti-Krebs-Proteine werden vermehrt produziert)

Im Alltag verlieren wir schnell den Bezug zu unserem Gespür, unserer Intuition. Die Zeit rennt, To-do-Listen wollen abgearbeitet, Kinder versorgt werden. Wir funktionieren. Aber reicht das?

Beim Waldbaden sprechen wir unseren Körper auf ganzheitliche Art und Weise an.  Wir atmen die gesundheitsfördernden bioaktiven Substanzen ein, unser Immunsystem wird gestärkt, die Ausschüttung der stressproduzierenden Hormone Cortisol und Adrenalin sinkt, das Wohlfühlhormon Serotonin steigt.

Die natürlichen Geräusche des Waldes und die Stille wirken beruhigend auf unseren Geist. Wir richten die Aufmerksamkeit bewusst auf unsere Sinne, gewinnen Abstand, Vergangenes und Zukünftiges verliert an Bedeutung, das Gedankenkarussel kommt zum Stillstand, wir befinden wir uns nur noch im gegenwärtigen Moment.

Krankheiten entstehen auch durch den Verlust eines universellen Zusammengehörigkeitsgefühls. Wir spüren uns nicht mehr, fühlen uns verloren und verlieren den Kontakt sowohl zu uns selbst als auch zu anderen Menschen. Dann hilft uns manchmal die Anbindung an etwas Größeres. Der Kontakt zur Natur kann helfen, diese spirituelle Anbindung (wieder-) herzustellen.